Smalltalk

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Smalltalk

Veröffentlicht am 16. April 2026

"Wer will denn schon übers Wetter reden?" Wahrscheinlich die Wenigsten.

Trotzdem kann es ein Einstieg für ein Smalltalk sein. Denn übers Wetter zu reden ist ein unverfängliches neutrales Thema, wo jeder mitreden kann. Smalltalk dient uns mit anderen in ein Gespräch zu kommen. Man nimmt zu dem anderen Menschen Kontakt auf. Wir checken ab wie der andere so drauf ist. Dadurch kann ein längeres Gespräch entstehen. Und ja, ich kenne die Einwände, Smalltalk ist oberflächlich und langweilig. Vielleicht fällt es dir auch schwer fremde Menschen anzusprechen oder mit ihnen in ein Gespräch zu kommen. Ich kenne das, früher war ich angewiesen darauf, dass man mich ansprach. Ich wusste beim besten Willen nicht, was ich sagen sollte. Aber weißt du was, Smalltalk ist eine Fähigkeit, die man lernen kann.

Soziale Interaktion ist ein Skill.

Wie kommen wir nun mit einem Menschen, den wir noch nicht kennen, in ein Gespräch? 

Es gibt mehrere Möglichkeiten mit einem Fremden Menschen in ein Gespräch zu kommen und es hängt von der jeweiligen Situation ab. Was du machen kannst ist, Fragen vorzubereiten. Wenn du, zum Beispiel auf eine Party oder Netzwerktreffen oder Veranstaltung vor hast zu gehen, kannst du dir Fragen im Vorfeld überlegen. Stelle offene Fragen, wie zum Beispiel: „Wie hast du von der Veranstaltung erfahren?“ Oder: „Woher kennst du die Gastgeber?“ oder: „Was machst du, wenn du nicht hier bist?“ Wie du siehst sind das lauter W-Fragen, das geht immer. So gibst du deinem Gegenüber die Möglichkeit etwas zu erzählen. Höre deinem Gegenüber gut zu, daraus kannst du eventuell neue Fragen stellen. Stellst du eine geschlossene Frage, wie zum Beispiel: „Bist du heute das erste mal hier?“, kann dein Gegenüber nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten. Wenn du lauter geschlossene Fragen stellst fühlt sich dein Gegenüber wie bei einem Verhör und fühlt sich unwohl. Daher sind offene Fragen in diesem Fall besser.

Smalltalk zu führen bedeutet auch, auf das eigene Gefühl zu vertrauen und das Naheliegende zu tun.

Was bedeutet das? Vielleicht hast du tatsächlich Fragen vorbereitet, doch dein Gefühl sagt dir diese Frage passt jetzt nicht. Dann vertraue auf dein Gefühl und stelle eine andere Frage. Oder mache der Person ein Kompliment: „Diese Bluse sieht so schön an dir aus, wo gehst du shoppen?“ Hier machst du nicht nur ein Kompliment, sondern stellst gleich eine Frage im Anschluss. Mit naheliegend ist gemeint was gerade zur Situation passt. Statt einer Frage könntest du auch sagen: „Wow, schau dir mal den Sonnenuntergang an!“ Du darfst da ganz auf dein Gefühl vertrauen.

Smalltalk kann und soll Spaß machen

Du solltest Smalltalk nicht zu ernst nehmen. Nimm es als Spiel. Es geht nicht um perfekte Fragen. Dein Gegenüber ist vielleicht froh, dass du sie/ihn angesprochen hast. Da ist die Frage zweitrangig. Viel wichtiger ist es, dass du freundlich bist und echtes Interesse an deiner Gesprächsperson zeigst. Körpersprachlich bedeutet das, das du dich körperlich der Person ganz zuwendest, nicht halb abgewandt bist. Oder noch schlimmer du dich nach anderen umschaust. Was auch zur Freundlichkeit gehört ist, sich den Namen zu merken und ihn immer wieder im Gespräch fallen zu lassen. Nachdem du die Person mit einer Frage angesprochen hast, kannst du dich mit deinem Namen vorstellen. Du kannst dich natürlich auch als erstes vorstellen und dann eine Frage stellen um ins Gespräch zu kommen. Schau, wie es gerade passt.

Wie kommst du aus diesem Gespräch wieder heraus?

Wenn dir das Gespräch zu lange dauert oder zu langweilig ist. Beende es mit einer Vorankündigung, zum Beispiel so: „Du bevor ich zum Buffett gehe, habe ich noch eine Frage, wie hast du … .“ Danach kannst du dich für das interessante/schöne Gespräch bedanken und noch ein Kompliment zum Schluss hinterher schicken. „Du hast übrigens einen tollen Humor.“ oder „Du hast übrigens tolle Sneaker:“ Wichtig ist was für ein Gefühl du bei deinem Gegenüber hinterlässt. Das wird als bleibender Eindruck zurück bleiben. An das kann sich dein Gesprächspartner:in später noch erinnern. An deine genauen Worte meistens nicht mehr. Noch ein Tipp: sei authentisch. 

Das Ziel sollte immer ein gutes, entspanntes und erfüllendes Gespräch sein.